30 Millionen Zukunftswünsche für 30 Jahre Leo
Space · Foto in die Zukunft
Für Leo zum Geburtstag — von Aïssata & Tim.
Ein klassisches Boids-Modell (Reynolds, 1986). Jeder der mehreren Hundert bis ~1700 Vögel folgt nur drei lokalen Regeln gegenüber seinen Nachbarn:
Dazu wandernde Anziehungspunkte (mehrere Teil-Schwärme, Bänder und ein Schweif), ein rauschbasiertes „Windfeld", ein langsamer Dichte-Puls und kurze Bewegungs-Spuren. Es gibt kein vorgezeichnetes Muster — die Formen entstehen emergent aus den Nachbarregeln.
Verliert ein Vogel am Rand seine Nachbarn, fallen Alignment und Cohesion weg — es bleibt nur Wind und der Zug zu seinem Attraktor. Zugleich ist das Tempolimit dichteabhängig: im dichten Knoten wird auf bis zu 0,5× gebremst, ein einsamer Vogel darf 1,15× fliegen — gut doppelt so schnell. Er schiesst also voraus, bis der Schwarm ihn wieder einfängt. Genau das tun echte Murmurationen auch.
Das Herz ist eine parametrische Kurve. Neun Parameter sind in feste Stufen gerastert; die Zahl optisch unterscheidbarer Herzen ist das Produkt der Stufen:
Skalierung 6 · Verhältnis 8 · Asymmetrie 11 · Delle 7 · Spitze 7 · Neigung 16 · Wobble 6 · Füllmodus 3 · Dichte 5 = 37 255 680 (> 30 000 000)
Jeder Tastendruck zieht einen zufälligen 32-Bit-Seed, der deterministisch in diese Stufen übersetzt wird: gleicher Seed ⇒ exakt dasselbe Herz, anderer Seed ⇒ praktisch immer ein anderes. Die „30 Millionen" sind also eine real nachgerechnete Zahl — keine Garantie auf Einzigartigkeit (bei sehr vielen Drücken sind Zufallstreffer statistisch möglich), aber die Grösse des Raums stimmt: 30 Millionen Zukunftswünsche für 30 Jahre Leo.
Space (oder Tippen) erzeugt genauso viele Zielpunkte wie Vögel; jeder Vogel wird einem Punkt zugewiesen und per gedämpfter Feder dorthin gezogen — kurz halten, dann wieder auflösen.
Coding: Claude. Reines HTML/CSS/JavaScript auf einem Canvas, kein Build-Schritt. Der Ton ist ein Ausschnitt vom wundersamen Abend des 10. Dezember 2025. Quelltext: github.com/ruedtim/leo-star.